· 

School Smash 2

SMASH A

Auch dieser Smash hat es letztendlich geschafft, die Kellergänge zu verlassen. Sie finden sich am Haupteingang wieder, der nicht einmal im Entferntesten etwas mit dem echten Haupteingang gemeinsam hat. Die aufgemalten Würfel sind mit einer dickflüssigen roten Farbe beschmiert. Ganz frisch. Die Eingangstüren sind zerschlagen und vor der M-Tür liegt ein zerbrochener Schlagstock. „Wir sollten alles daran setzen, aus dieser Parallelwelt wegzukommen.“ „Du hast recht Matthias, ich will nicht länger als nötig hier sein.“, sprach Frau Höhler bedrückt. „Was sollen wir jetzt tun?“, fragte Herr Tiroler ratlos. „Nach meiner Meinung sollten wir als erstes unsere Umgebung erkunden, dann können wir unser Revier markieren und, wenn wirklich nötig, dann auch gegen unsere “Familie“ kämpfen.“, sprach Herr Hufschmied. „Meinst du wirklich“, warf Frau Höhler ein, während sie langsam auf den Haupteingang zugingen, „es ist nötig, gegen die anderen zu kämpfen? Ich möchte nicht im Gefä…“ „Schaut!“, warf Herr Schwerter ein. Er war schon weiter vorgerannt und deutete auf die Tür des Haupteingangs. „Da drinnen liegen Waffen!“ Nun waren die anderen auch neugierig geworden und liefen auf den Haupteingang zu. Und wirklich: in der Aula lagen Bögen, Schwerter, Schilder und Pfeile. Langsam schritt der Smash A auf die Ausrüstung zu. „Also meinen sie es wirklich! Wir sollen uns gegenseitig mit diesen Waffen bekämpfen!“, flüsterte Frau Höhler. „Aber natürlich Frau Höhler, was dachten Sie denn? Das ist der Ernst des Lebens!“ Frau Höhler zuckte, denn diese Stimme kam eindeutig von Dr. C.: „Das Leben ist kein Ponyhof! Das sagen Sie doch immer so schön zu den Schülern. Jetzt sage ich es Ihnen. Ach, fast hätte ich es vergessen. Hier ein kleiner Rat: suchen Sie sich einen Ort zum Schlafen, denn die Nacht bricht ein und der nächste Tag birgt  Gefahren!“ Mit einem Quietschen verstummte die Stimme aus dem Lautsprecher und Smash A zog sich in die Mensa zurück, um die Abenddämmerung abzuwarten. 

 

DREHSTUHLMANN

Jämmerlich, jämmerlich! Kein Kommentar!  Und dabei hat Dr. C. sie ja noch gewarnt. Ach, diese Kollegen sind Verlierer! Wie ich schon sagte, jämmerlich. Oh, da seid ihr ja! Ich habe euch schon vermisst! Habt ihr gesehen, wie sich Smash A Auf die Mensa Tische gelegt hat, ohne eine Nachtwache! Man muss es ihnen lassen! Also mein Favorit ist zurzeit dann doch der Smash B. Die Typen gefallen mir besser. Na, gut! Der Abgang unserer Schulpsychologin war dann doch ein bisschen weicheimäßig, aber der Racheschwur von unserem Markus, der hat ihren Auftritt wieder ausgeglichen. Ich bin mir sicher, er wird einer der letzten sein. Alles in allem: Mein Favorit ist Smash B. Aber jetzt mal zu meiner Arbeit. Ich soll ja kommentieren. Zurück zum jämmerlichen Auftritt von Smash A. „Auch in diesem dunklen Loch sehe ich ein bisschen Hoffnung. Ein kleiner Funke ist da noch. Er kann leicht ausgehen oder auch den schlimmsten Brand verursachen.“ Schluss mit der Poesie, nun mal Klartext: Ich glaube zu meinen, in Herrn Hufschmied ein gewisses Potenzial an Mut zu sehen. Also mein Rat: „Lieber Simon, steh auf, nimm ein Schwert und töte den Smash A. Lösche ihn aus!“

 

SMASH B 

Schon bevor der 2. Tag angebrochen war, war der Smash B aufgewacht. Am Kunstwaschbecken wuschen sich die drei Lehrer und liefen nun auf den Hartplatz zu. Oder besser gesagt zu dem Platz, an dem der Hartplatz eigentlich sein sollte. Der Tartan-Boden war an vielen Stellen mit schmierig roter Farbe befleckt und insgesamt war der Hartplatz durchlöchert. „Ich hätte schwören können, dass dieses schmierige Rot gestern noch nicht da war.“, sprach Herr Kauz und kratzte sich verwirrt an seinen Kopf. „Ich habe vor, zum Pausenverkauf zu gehen und etwas zu Essen zu suchen. Wer kommt mit?“, Herr Leiher schritt fest entschlossen zu den Türen gegenüber des Pausenverkaufes. Die anderen beiden folgten ihm schweigend. Sie hatten schon bemerkt, dass Frau Frischsaat fehlte und wussten, dass Herr Leiher dabei zugesehen hatte. So kannten sie ihren Kollegen nicht. Er war so verbissen und rachedurstig. Hoffentlich tat er in dieser Phase nichts, was er später noch bereuen würde. „Stopp“, zischte Herr Leiher. Sofort erstarrten Frau Adidas und Herr Kauz in ihrer Bewegung. Fragend sahen sie einander an. Herr Kauz flüsterte: „Markus, was ist los?“ Herr Leiher drehte sich um: „Smash A ist am Pausenverkauf!“ Noch niemand hatte sich überlegt, was zu tun sei und wie man reagieren sollte, falls man den gegnerischen Smash antrifft. Langsam gingen sie auf die Tür neben dem Chemiesaal zu und schlichen  zum Pausenverkauf. Sie sahen den Rücken von Herrn Hufschmied und Herrn Schwerter und hörten, wie sie sich mit Frau Höhler und Herrn Tiroler unterhielten. Plötzlich verstummten die Gespräche und Herr Hufschmied und Herr Schwerter drehten sich um und blickten den anderen drei Kollegen in die Augen. Herr Leihers Blick jedoch huschte an den Personen vor ihm vorbei und fixierte den Waffenhaufen.

 

FORTSETZUNG FOLGT …

Medha Koora