· 

Der erste Schritt

 

Schon seit der Steinzeit essen wir Menschen Fleisch und, dass sich dadurch unser Gehirn besser weiterentwickeln konnte und somit der Fleischkonsum etwas Gutes 

ist, steht außer Frage. Aber muss Fleisch denn wirklich jeden Tag sein?

Genau mit diesem Thema haben wir uns an unserer Schule beschäftigt und sind zu dem Entschluss gekommen: Nein, muss es nicht!    

Denn prinzipiell wird in Deutschland viel zu viel Fleisch gegessen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) verzehrt jeder Deutsche pro Woche 1,15 Kilogramm Fleisch, was einfach zu viel ist! Die DGE empfiehlt nur zwischen 300 und 600 Gramm Fleisch pro Woche, was möglich und vor allem gesünder ist. 

Zudem trägt ein reduzierter Fleischkonsum dazu bei, dass weniger vom tropischen Regenwald in Südamerika gerodet und von der brasilianischen Savanne zerstört wird. Denn diese Flächen sind für den Anbau von Agrargütern, z.B. Weizenmehl oder Sojamehl, welches überwiegend an Schweine und Geflügel verfüttert wird, nötig. Außerdem braucht der amerikanischen Organisation Water Foodprint Network zufolge die Herstellung eines einzigen Kilos Rindfleisch unglaubliche 15.000 Liter Wasser. Das entspricht rund 75 vollen Badewannen – für fünf Rindersteaks.

Die Produktion von Fleisch trägt auch kräftig zur Erderwärmung bei. Wie die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO zeigt, stammen 14,5 Prozent aller weltweiten Treibhausgasemissionen aus der Haltung und Verarbeitung von Tieren.

 

Deshalb haben wir den Veggie-Day ins Leben gerufen, um den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, am Pausenverkauf und in der Mensa neue und leckere vegetarische Gerichte zu probieren und diese Idee innerhalb der Familie oder des Freundeskreises zu verbreiten. Vegetarische Wraps, Panini oder Bagels sind eben sehr einfach zu Hause nachzumachen.                      Für die, die es nicht schaffen (wollen), einen einzigen Vormittag oder gegebenenfalls noch den Nachmittag, ohne Fleisch auszukommen oder sich von vornherein dagegen sträuben, haben wir die Schnitzel-, sowie die Leberkassemmel im Angebot gelassen. Zudem haben wir die „faire Limo“ auf Probe in unser Sortiment aufgenommen, welche in den Geschmacksrichtungen Zitrone oder Himbeer-Cassis erhältlich ist.

Laut Feedback kam der Veggie-Day hauptsächlich gut an, doch es wurde gefragt, warum die Aktion nicht gleich eine ganze Woche stattfindet oder warum es Veggie-Day heißt, wenn trotzdem Fleischprodukte angeboten werden… 

Wir wollten diese Idee nun erst einmal probeweise einmal im Monat umsetzen; vor den Sommerferien wird noch ein weiterer Veggie-Day am 10.07. stattfinden. Zudem dürfen und wollen wir niemandem den Fleischverzehr komplett verbieten.        Alles in allem freuen wir uns über die positiven Rückmeldungen und darüber, dass es geschmeckt hat! Wir werden diese Aktion mit Freude fortführen!

 

 

Zum Schluss noch einmal ein Aufruf an alle: Ihr müsst keine Vegetarier oder Veganer werden, aber nicht nur euretwegen, sondern auch zum Wohle der Umwelt - versucht euren Fleischkonsum in Maßen (am besten bis maximal 600 Gramm pro Woche) zu halten und achtet darauf, regionale (Bio-) Produkte zu kaufen, damit das Fleisch nicht erst hunderte Kilometer hierher geschifft oder geflogen werden muss! Auch wenn Fleisch dann etwas mehr kostet: wir verringern so den CO2 Ausstoß und sorgen für ein mehr Tierwohl!

~Celina Cichon, 10b

 

https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF_Fleischkonsum_web.pdf

https://www.zeit.de/wirtschaft/2013-08/fleisch-konsum-ressourcen

https://www.mdr.de/wissen/umwelt/fleisch-essen-klimawandel-100.html